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Planungsverband Matrei will eigene Energie-Ressourcen nutzen

Bgm. Dr. Andreas Köll, Obmann des Planungsverbands 34, ist erfreut über die Ergebnisse des Ressourcenbewirtschaftungsprogrammes
DI Rupert Ebenbichler, GF der Wasser Tirol, erläutert die konkreten Ergebnisse des Programmes
LH-Stv. ÖR Josef Geisler ist überzeugt dass die energiepolitischen Ziele des Landes nur mit großer Hilfe der Gemeinden umgesetzt werden können
Bgm. Ing. Dietmar Ruggenthaler, GF des Planungsverbands 34, will den Weg hin zur Energieautonomie noch konkreter verfol­gen
LH. Stv. Josef Geisler übergibt das Ressourcenbewirtschaftungsprogramm dem Planungsverband 34

EnergieBgm. Dr. Andreas Köll, Obmann des Planungsverbands 34, erläutert die Ziele der acht Gemeinden des Pla­nungsverbands mit vorliegendem Projekt, unabhängig und systematisch die erneuerbaren Ener­gie­ressourcen, über die die Region verfügt, und de­ren Potenziale zu ermitteln. Dieser gesamthafte An­satz umfasst alle erneuerbaren heimischen Res­sourcen Wasserkraft, Umweltwärme (Grundwasser­kör­per und Erdwärme), Sonne, Biomasse sowie Wind und vernachlässigt somit keine. „Das Res­sour­cenbe­wirt­schaftungskonzept bildet DIE BASIS, um konkrete und für die Erreichung der Tiroler Ener­gie­ziele not­wendige Um­set­zungs­maß­nahmen abzuleiten. Die Erstellung des Ressourcenbewirt­schaf­tungs­pro­grammes war uns eine Her­zens­angelegenheit.“

LH-Stv. ÖR Josef Geisler: „Seit 2005 konnten wir in Tirol den Endenergiebedarf für Wärme, Strom und Mo­bi­lität um 3,6 % senken. Gleichzeitig sind das Bruttoregionalprodukt um 30 % und die Bevölkerung um 4 % ge­wach­sen. Trotz dieses energie- und klimapolitischen Erfolges werden jährlich um mehr als zwei Milliarden Euro CO2-behaftete Energieträger importiert. Damit wird die Tiroler Handelsbilanz bela­stet und das Treib­haus­problem verstärkt. Um die energiepolitischen Ziele des Landes Tirol - die auf Vor­ga­ben und Zielen der EU sowie des Bundes basieren - zu erreichen, ist innerhalb der nächsten Gene­ra­tion der grund­le­gen­de Umbau des Energiesystems notwendig. Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 den End­ener­gie­ein­satz gegenüber heute zu halbieren und den Energiebedarf weitestgehend durch er­neuer­ba­re Energien zu decken“

Da die Maßnahmen zur Erreichung der Energieziele Tirols in den Gemeinden umgesetzt werden müssen, ist die Bestandsanalyse der Ressourcenbewirtschaftungsprogramme mit den ausgearbeiteten energie­stra­tegischen Ansätzen auf lokaler Ebene für uns unverzichtbar. „Ich freue mich, dass der Planungs­ver­band erkannt hat, dass es zur Ableitung wirksamer Maßnahmen einer robusten, belastbaren und syste­ma­tisch herbei­ge­führ­ten Analyse bedarf, die in bewährter Weise von der Wasser Tirol begleitet und ge­steuert wurde. Für das objektive Herangehen und das an den Tag gelegte Engagement darf ich alle Be­tei­ligten be­glückwünschen.“

DI Rupert Ebenbichler, GF der Wasser Tirol – Wasserdienstleistungs-GmbH, berichtet: "Die Untersuchung der in den Gemeinden vorhandenen heimischen Ressourcen hat gezeigt, dass die Ener­gieressourcen im Pla­nungs­verbandsgebiet grundsätzlich ausreichen, im Jahressaldo den gesamten Ener­giebedarf mit Erneuerbaren Energieträgern zu decken. Besonders hervorzuheben sind dabei die Po­tenziale Umweltwärme, Wasserkraft und Photovoltaik / Solar­ther­mie. Allein der Umstieg auf Umwelt­wär­me könnte einen großen Teil des Wär­me­bedarfs der Gemeinden decken. Das möglicherweise nutz­ba­re Wasserkraftpotenzial im Ver­bands­ge­biet wird auf rund 175 GWh/a geschätzt. Daneben zeigt sich eben­falls noch ein nicht ausgeschöpftes Poten­zial für die Nutzung der Sonnenenergie in Form von Solar­ther­mie und Photovoltaik. Ein weiteres großes Potenzial liegt in der günstigen Aus­richtung vieler Dach­flä­chen, die sich somit zur Nutzung mittels Photovoltaik- und / oder Solarthermie-Anlagen eignen"

Bgm. Ing. Dietmar Ruggenthaler, GF des Planungsverbands 34, freut sich mit den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden über die Ergebnisse des vorliegenden Konzepts. Das Ressourcen­bewirt­schaf­tungs­programm der Wasser Tirol bestätigt uns, dass wir im Planungsverbandsgebiet genügend eigene Res­sourcen besitzen, um uns in Zukunft selbst mit Strom und Wärme versorgen zu können. Das freut uns sehr. Damit liegt es an uns allen, unseren Weg hin zur Energieautonomie noch konkreter zu verfol­gen. Als konkrete Umsetzungsmaßnahmen kommen für uns nun nicht mehr nur der Ausbau der Wasser­kraft in Frage, sondern ebenso wichtig ist für uns, die Potenziale, die in unseren Grundwasserkörpern und der Erdwärme stecken sowie diejenigen der Sonne forciert und mit Bedacht zu nutzen. Das Ressour­cen­bewirtschaftungskonzept hat gezeigt, dass nur ein ausgewogener Mix der Nutzung vieler Res­sour­cen zum Ziel führen wird.

Medienberichte

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