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Herstellung von Gesteinskörnungen - in einer Umbruchphase?

Vortragender - Daniel Motz

Die Herstellung von Gesteinskörnungen ist in einer Umbruchphase. Ursache hierfür ist im zunehmenden Maße die Tatsache, dass die Verwertung von Aushub-, Ausbruch- und Recyclingmaterial forciert wird, sowie dass der Abbau von natürlichen Ressourcen sowie von verfügbaren Deponieflächen zunehmende geringer wird. Rechtliche Rahmenbedingungen sowie die mangelnde Akzeptanz der Bevölkerung für Abbaugebiete und Deponien sind hauptverantwortlich für diese Entwicklungen.

Der Weg der Wiederverwertung von Aushub-, Ausbruch- und Recyclingmaterial in der Gesteinsproduktion wird von allen Seiten begrüßt, ist jedoch zunehmend mit sehr komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen und mit einem hohen Maß an Verantwortung verknüpft.

Allein die wichtigsten Verordnungen im Bereich der Wiederverwertung (wie z.B. Recyclingbaustoffverordnung, der Bundesabfallwirtschaftsplan, …) weisen mehrere hundert Seiten auf. Dabei stellt sich die Frage wie sollen klein- und mittelständische Unternehmen in der Bauwirtschaft damit umgehen?

Im Rahmen eines Workshops in der Wasser Tirol - Akademie befaßten sich Vertreter von Baufirmen und Gesteinsaufbereitungen aus Tirol und Vorarlberg mit dieser Frage.

In seiner Begrüßung wies Herr Dr. Dietmar Thomaseth auf die zunehmende Bedeutung der Wiederverwertung hin. Zeigte sich jedoch auch besorgt darüber, dass zunehmend nicht die technische Umsetzung im Vordergrund steht, sondern rechtliche und zunehmend persönliche ökonomische Interesse von Einzelpersonen.

Herr Daniel Motz von der Wasser Tirol präsentierte die relevanten Grundlagen und führte die Diskussionen.

„Alle die mit der Produktion und Verwertung von Gesteinskörnungen zu tun haben, müssen sich auch mit den rechtlichen Rahmenbedingungen intensiv beschäftigen. Wer das nicht tut, gefährdet seinen Betrieb“, so Daniel Motz.

Dass das Thema und vor allem die große Verantwortung von den Betroffenen ernst genommen werden, zeigten die zahlreichen und intensiv geführten Diskussionen.

Vor allem zeigte sich, dass die derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen nur in enger Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsbetrieben, den zuständigen Behörden und der Qualitätssicherungsinstituten gemeistert werden können. Offene, ehrliche und lösungsorientierte Zusammenarbeit soll der Schlüssel zu einem erfolgreichen Umsetzen des Zieles einer qualitativ hochwertigen Gesteinsproduktion auch bei Einsatz von Aushub-, Ausbruch- und Recyclingmaterialien sein.

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