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Energie-Szenarien Tirol 2050 - Arbeitskreis Umweltmanagement

Das Land Tirol will bis zum Jahr 2050 energieautonom werden. Die im Jahr 2018 fertiggestellte Studie „Ressourcen- und Technologieeinsatz-Szenarien Tirol 2050“ zeigt, dass dies unter Einsatz heimischer Ressourcen und den heute verfügbaren und zu erwartenden Technologien möglich ist – wenn auch nur mit größter Anstrengung in allen Sektoren und dem umgehenden Beginn konsequenter Maßnahmenumsetzungen.

Am 04.04.2019 präsentierten DI Rupert Ebenbichler (Wasser Tirol) sowie Frau Prof. (FH) Angela Hofmann (MCI) die Studien-Ergebnisse auf Einladung der Wirtschaftskammer Tirol dem Arbeitskreis Umweltmanagement. Neben den wesentlichen Randbedingungen, die der Studie zugrunde gelegt wurden, wurden die Auswirkungen auf das Energiesystem dargelegt, sofern das Energiesystem überwiegend auf Strom, Wasserstoff oder synthetisches Methan abgestellt wird. Das vorgestellte Energiemix-Szenario zeigt die Auswirkungen, sofern verschiedene Energieträger für verschiedene Einsatzzwecke verwendet werden.

Da dem Arbeitskreis Umweltmanagement v.a. Tiroler Industrielle angehören, lag ein wesentlicher Schwerpunkt des Vortrags auf den industriellen Produktionsprozessen und deren energetischen Anforderungen sowie möglicher Transformationen hin zum verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieträger, welcher sozioökonomisch verantwortbar sein muss.

Die Resonanz der Mitglieder des Arbeitskreises auf die erstellte Studie war durchaus positiv. Die der Studie hinterlegten Annahmen wurden als realistisch eingestuft und es werde nichts „schöngerechnet“.

Die Vertreter des Sektors Produktion verwiesen darauf, dass viele Betriebe bereits in der Vergangenheit ihre Prozesse angepasst haben. Ein Problem sei das derzeitige Preisgefüge bei Strom und Erdgas, welches eine Umstellung der Prozesse oftmals mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit verunmöglicht. Auch die Frage der „Stabilität“ politischer Entscheidungen sorge bei der Industrie für Verunsicherung. Für die Betriebe gehe es vor allem um die Wettbewerbsfähigkeit. Daher seien aus Sicht der Industrie die Ziele nur im europäischen, eher globalen Kontext zu lösen mit allen Herausforderungen und Schwierigkeiten, die sich damit ergeben.

Generell zeigt die Erfahrung einiger Betriebe, dass die Umstellung von Prozessen oft mehrere Jahre dauere, dies aber nicht immer mit einer Effizienzsteigerung verbunden sei. Dennoch verspürt die Branche, dass es ein zunehmend wachsendes Kundeninteresse an einer „sauberen“ Produktion gebe, die aber optimaler Weise nicht mit Produktionskostensteigerungen verbunden sein dürfe.

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