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Ein Wasserverbund für die Zukunft im Zillertal

Begrüßung und einleitende Worte durch den Obmann des Wasserverbands, Bgm. Andreas Egger.
Einweihung des neuen Verbundsystems von DI Rupert Ebenbichler (WT), LH-Stv. ÖR Josef Geisler, LR Mag. Johannes Tratter, Pfr. Mag. Christoph Frischmann, Bgm. Klaus Gasteiger (Kaltenbach), Bgm. Andreas, Egger (Aschau), Vize-Bgm. Bernhard Hanser (Ried), Bezirkshauptmann Dr. Michael Brandl (Schwaz), Ing. Dominik Schier (AEP)
Segnung der Anlage durch den Pfarrer der Gemeinde Aschau, Mag. Christoph Frischmann
LH-Stv. ÖR Josef Geisler und LR Mag. Johannes Tratter überzeugten sich vor Ort vor der neu errichteten Quellfassung.
DI Rupert Ebenbichler (GF Wasser Tirol) erklärt der interessierten Bevölkerung den Aufbau des Verbundsystems

Nach einer rund 3-jährigen Bauphase wurde am 25.11.2017 das Wasserverbundsystem des Wasserverbands Aschau-Kaltenbach-Ried feierlich in Betrieb genommen. Dabei konnte der Obmann des Wasserverbands, Bgm. Andreas Egger, LH-Stv. ÖR Josef Geisler, LR Mag. Johannes Tratter sowie Bezirkshauptmann Dr. Michael Brandl als seine Ehrengäste begrüßen. Den kirchlichen Segen erteilte Pfarrer Mag. Christoph Frischmann.

Nach der offiziellen Eröffnung führt der sichtlich stolze Obmann mit seinen Stellvertretern Bgm. Klaus Gasteiger und Vize-Bgm. Bernhard Hanser die Ehrengäste sowie die zahlreich erschienene Bevölkerung der drei Mitgliedsgemeinden des Wasserverbands durch die Anlagenteile am Distelberg (Aschau).

Dabei berichtet Bgm. Egger davon, dass zur Ableitung der Kogelquellen vom Distelberg ins Tal insgesamt rund 1.300 m Trinkwasserleitung in schwierigem Gelände verlegt und drei Quellfassungen inkl. Sammelbehältern sowie ein Hochbehälter mit integriertem Trinkwasserkraftwerk, welches nun umweltfreundlichen Strom liefert, errichtet wurden.

Im Tal wird das Wasser der Kogelquellen in die ebenfalls neu errichtete und rund 5 km lange  Verbundleitung eingeleitet, über welche das Wasser auf die drei Mitgliedsgemeinden des Wasserverbands aufgeteilt wird. Zusätzlich ermöglicht diese Verbundleitung ein gegenseitiges Aushelfen der drei Gemeinden in Notsituationen. Den vorläufigen Abschluss der Bauarbeiten bilden zwei Leitungen zu den Hochbehältern in Kaltenbach und Ried, welche 2018 errichtet werden. Bis zu deren Fertigstellung wird das Wasser direkt in das Netz der beiden Gemeinden eingespeist.

"Es freut mich, dass der Wasserverband heute so vielen interessierten Personen das neu errichtete Verbundsystem vorstellen darf. Ich glaube auch, dass so jeder Anwesende einen Eindruck davon bekommt, wie umfangreich und komplex dieses System ist. Mein besonderer Dank gilt dem Land, welches dieses Projekt politisch sowie auch finanziell tatkräftig unterstützt hat", so Bgm. Egger.

Für LH-Stv. ÖR Josef Geisler ist es eine Selbstverständlichkeit, dass das Land von Anfang an ein verlässlicher Partner für den Wasserverband Aschau-Kaltenbach-Ried war. " Wasser bestimmt alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche und ist somit die wichtigste Ressource Tirols. Sein Wert als Grundnahrungsmittel, Energiespender und Tourismusfaktor Nr. 1 ist unermesslich. Der Wasserverband Aschau-Kaltenbach-Ried ist daher auch ein Paradebeispiel dafür, wie in Zeiten immer knapper werdender Ressourcen gemeinsame Synergien gemeindeübergreifend ideal genutzt werden können. Aus diesem Grund ist es auch Aufgabe und Wille des Landes Tirol, solche zukunftsweisende und nachhaltige Projekte politisch und finanziell zu fördern", so der sichtlich beeindruckte LH-Stv. Geisler.

LR Mag. Johannes Tratter schlägt in dieselbe Kerbe: "Für mich als zuständigen Landesrat für Gemeinden und Infrastruktur war es ein besonderes Anliegen an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Wie bereits von meinem Kollegen erwähnt, begleitet das Land den Wasserverband seit den ersten Projektideen zu dieser regionalen Lösung in der Sicherstellung der Wasserversorgung. Ich weiß daher genau, welche Hürden überwunden werden mussten, um dieses Vorzeigeprojekt realisieren zu können. Doch wie wir heute sehen, haben sich die Mühen wahrlich gelohnt und es wurde ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft getan. Ich glaube, es muss wohl niemanden erklärt werden, was dies für die Entwicklung und somit für den Wohlstand einer Tourismusregion wie dem Zillertal bedeutet. So kann man vom heutigen Tag wirklich von einem Meilenstein für den Fortschritt in der Region sprechen. Ich hoffe aber auch, dass sich im Laufe der kommende Jahre noch weitere Gemeinden dem Wasserverband anschließen und sich so - neben der Sicherstellung der Wasserversorgung - auch ein neues "Wir"-Gefühl in der Region entwickelt.

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