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Bauschäden an Wasser- und Klärbauwerken aus Beton

Geschäftsführer Dr. Ernst Fleischhacker und Laborleiter Dr. Dietmar Thomaseth begrüßten die Teilnehmer und Vortragenden der Auftaktveranstaltung der Qualitätsakademie 2014. Dr. Thomaseth betonte dabei, dass sich die diesjährige Akademiereihe in Weiterentwicklung gegenüber den Vorjahren mit dem Fokus auf Risiko und Schäden auf der Baustelle sowie den Umgang mit vorhandenen Ressourcen beschäftige.

Ing. Manfred Menghin (TIWAG – Tiroler Wasserkraft AG) berichtete in seinem Impulsvortrag über die Geschichte des Betons und Schadensbilder aus seinem Berufsalltag. Dass Betonbauwerke aus der Nachkriegszeit weniger wartungsintensiv sind als heutige hat laut Menghin mit der schlechteren Qualität der mittlerweile üblichen Hochleistungsbetone zu tun. Durch den finanziellen und zeitlichen Druck müsse die Qualität leiden. „Fehler am Bau sind keine Niederlagen, sondern Lektionen“ erklärt Menghin.

Betontechnologe DI Günther Hiller (Express Beton GmbH & Co KG) erläutert in seinem Vortrag Angriffe auf Betone durch biogene Schwefelsäurereaktion anhand von Beispielen aus der Praxis und welche Schadensbilder bei Biogasanlagen und Kläranlagen auftreten können.

Andreas Höpperger (stv. Leiter des Labors für Qualitätssicherung der Wasser Tirol) informierte in seinem Vortrag über Grundlagen betreffend des chemischen Betonangriffes von Wässern. Hierbei wurde insbesondere das betonaggressive Verhalten von Abwässern, welches die Problematik in Kläranlagen wiederspiegelt, veranschaulicht. Ebenso wurde die mögliche Aggressivität von Quell-, Oberflächen- und Grundwasser in Bauwerken nochmals verdeutlicht. Dr. Dietmar Thomaseth ergänzte den Vortrag und ging dabei der Frage nach einem beständigen Beton nach.  

Dr. Martin Kirchmair (Universität Innsbruck) erklärte im Anschluss, welche Schädigungen an Beton durch Mikroorganismen auftreten können. Er ging dabei verstärkt auf die Problematik der Biofilme ein.

Zum Abschluss stellte Dr. Dirk Niepmann (Fa. Kerneos GmbH) die Vorteile von Aluminatzementen vor und widerlegte den schlechten Ruf des  Bindemittels anhand konkreter Beispiele. "Speziell für den Abwasserbereich bieten Aluminatzemente große Vorzüge, da sie eine höhere Pufferleistung besitzen und den pH-Wert konstant halten können", sagt Dr. Niepmann.

 

 

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