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Aushub-, Ausbruch- und Recyclingmaterial

Teilnehmer der ersten Sitzung
DI Rudolf Neurauter vom Amt der Tiroler Landesregierung referierte zum Thema „Rechtliche Rahmenbedingungen in Österreich
Andreas Auer vom Südtiroler Konsortium Bauschutt referierte zum Thema „Rechtliche Rahmenbedingungen in Südtirol/Italien und zu erfahrungen in der Praxis“
Univ.-Prof. Robert Galler von der Montanuniversität Leoben referierte zum Thema „Ressourceneffizienter Tunnelbau“
Dr. Cedric Thalmann von der B+G Betontechnologie + Materialbeirtschaftungs AG referierte zum Thema „Unsetzung der Wiederverwertung am Gotthard Tunnel“
Dr. Urs Egenbauer von der Universität bern referierte zum Thema „Wiederverwertung in der Schweiz“

Hochrangige Vertreter aus Deutschland-, Österreich, der Schweiz und Italien/Südtirol diskutierten am 20. Februar in Innsbruck das derzeit in der Bauwirtschaft sehr brisante Thema „AUSHUB-, AUSBRUCH- UND RECYCLINGMATERIAL - ABFALL ODER ROHSTOFF?“.

Bauherren und Betreiber von Infrastrukturprojekten, Behördenvertreter, Vertreter der Bauwirtschaft und Forschungsinstituten und Fachexperten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien/Südtirol diskutierten das derzeit in der Bauwirtschaft sehr brisante Thema „AUSHUB-, AUSBRUCH- UND RECYCLINGMATERIAL - ABFALL ODER ROHSTOFF?“.

Der richtige Umgang von Aushub-, Ausbruch- und Recyclingmaterial im Hoch- und Tiefbau, stellt seit jeher in ökonomischer und ökologischer Sicht ein Spannungsfeld dar. Die Bauwirtschaft sieht sich im Bereich der Wiederverwertung mit einer immer größer werdenden Herausforderung konfrontiert. Einerseits fallen sehr inhomogene und nicht sortenreine Materialien an und andererseits verschärfen sich die rechtlichen Vorgaben mit zunehmendem Maße.

Aufgrund zunehmender Ressourcen- und Deponieknappheit ist es jedoch unumgänglich, die Wiederverwertung zu forcieren. Dabei muss jedoch eine gesamtheitliche Betrachtung des Verwertungsprozesses und zughöriger Rahmenbedingungen erfolgen.

Neben den Grundsatzfragen:

·         Können wir es uns noch leisten Aushub-, Ausbruch- und Recyclingmaterial als Abfall
          zu deklarieren und zu deponieren?

·         Wie lange reichen die (genehmigten) mineralischen Rohstoffvorkommen noch aus?

·         Wie lange haben wir noch genügend Deponieraum?

·         Sind deponierte Materialien sogar relevante mineralische Ressourcen?,

muss man sich auch mit den Themen wie:

·         Materialtransporte – Transit

·         Kosten der Wiederverwertung

·         gesetzliche und technische Regelungen

·         Anforderung an die Lebensdauer von Bauwerke

·         vertragliche Grundlagen

·         Baustellenlogistik

·         Qualitätssicherung

·         Materialanforderungen

·         Technische Möglichkeiten und Kompetenzen der Akteure

·         u. v. a. m.

mehr beschäftigen.

Um dieser gesamtheitlichen Betrachtung Rechnung zu tragen, organisierte die Wasser Tirol in Zusammenarbeit mit dem IBI - Euregio Kompetenzzentrum ein erstes Treffen von betroffenen Akteuren.

Ziel war es dabei, ein mögliches Arbeitsgremium zu gründen, um zukünftig die Wiederverwertung auch in unseren Regionen zu forcieren, technische und rechtliche Umsetzungsschwierigkeiten aufzuzeigen und mögliche Lösungsvorschläge zu erarbeiten sowie über mögliche Schritte zur Sensibilisierung der betroffenen Akteure in der Bauwirtschaft zur Notwendigkeit der Wiederverwertung zu beraten.

„Politische Willensbekundungen sind zu wenig, um die Wiederverwertung in die gängige Baulogistik zu integrieren. Der zukünftige Weg muss in Abstimmung mit der Politik, den Behörden, den Infrastrukturbetreibern, der Bauwirtschaft und mit Vertretern aus Forschung und Entwicklung vorgegeben werden. Deshalb soll ein Gremium, bestehend aus Vertretern der oben genannten Bereiche einberufen werden, um den Weg der Wiederverwertung zu forcieren“, so Dr. Dietmar Thomaseth von der Wasser Tirol.

Sämtliche Teilnehmer begrüßten den Vorschlag, aktiv an derzeitigen Problemstellungen und Hindernissen der Wiederverwertung im Rahmen eines geplanten Gremiums mitzuarbeiten.

Erste Schritte sollen in den nächsten Monaten näher definiert und ausgearbeitet und im Herbst mit politischen Vertretern diskutiert werden. 

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