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System und Methodik

Regelkreisprinzip
Logistiksystem

Die Grundlage sämtlicher Projekte der Wasser Tirol bildet ein allgemeingültiger Logistik-Systemansatz mit den Komponenten Dargebot, Bedarf und Bedarfsdeckung, welche durch Informations-, Werte- und Materialflüsse miteinander verbunden sind und miteinander in Beziehung stehen. Eingriffe in das System an jeglicher Stelle haben somit unweigerlich Auswirkungen auf die restlichen Systembestandteile.

Wasserwirtschaftskonzept für Tirol

Bereits in den 1990er Jahren wurde auf Basis dieser Systemzusammenhänge das Wasserwirtschaftskonzept für Tirol (Fleischhacker 1994, Kutzschmann & Fleischhacker 1997) erstellt. Dieses stellte erstmals die Zusammenhänge und Abhängigkeiten von Wasserdargebot (Quellen, Grundwasser und Oberflächengewässern), Wasserbedarf (Trink- und Nutzwasser) sowie Wasserbedarfsdeckung (von der Gewinnung über die Verteilung bis hin zur Nutzung) mit den Einflüssen von ‚außen‘ (wie zum Beispiel rechtliche Grundlagen, Bevölkerung, Tourismus und Industrie) dar und bildet auch heute noch die Grundlage sämtlicher wasserwirtschaftlicher Projekte der Wasser Tirol.

Ständige Verbesserung im Regelkreisprinzip

Das Verständnis für ein logisches System kann durch eine zeitlich wiederkehrende Untersuchung der Systembestandteile stetig verbessert werden, wobei Informations- und Datendichte schnell zunehmen. Durch dieses Regelkreisprinzip nimmt die Kenntnis über die Systemzusammenhänge stetig zu, wird eine zielorientierte Weiterentwicklung sichergestellt und vorhandene Unschärfen/Unsicherheiten werden reduziert.

Erfolgreiche Lösungen durch Systemansatz

Mittlerweile wurde dieses Systemverständnis auf sämtliche Tätigkeitsbereiche der Wasser Tirol - Ressourcenbewirtschaftung, Regionalentwicklung und Qualitätssicherung - übertragen. Der systematische Ansatz der ganzheitlichen Betrachtung von Dargebot (Beschaffungsmarkt), Bedarf (Absatz- bzw. Nachfragemarkt) und Bedarfsdeckung (Unternehmermarkt) stellt sicher, dass jeweils sämtliche Einflüsse und Möglichkeiten unvoreingenommen analysiert werden und für den Kunden die bestmögliche Lösung gefunden werden kann.

Der gewählte Systemansatz ermöglicht die ganzheitliche Betrachtung und Bearbeitung jeglicher Fragestellungen im Produktportfolio der Wasser Tirol.

Nachhaltigkeit: im Gleichgewicht von Ökologie, Ökonomie und Sozialem

In den vergangenen Jahren wurden in das Logistik-System schrittweise die Elemente der Nachhaltigkeit nach der Brundtland-Definition integriert. So repräsentiert das Dargebot (Beschaffungsmarkt) in unserem Systemverständnis die Ökologie, der Bedarf (Absatz- bzw. Nachfragemarkt) das Soziale und die Bedarfsdeckung (Unternehmermarkt) die Wirtschaft. Ökologie, Wirtschaft und Soziales stehen dabei in einer dynamischen Beziehung, wobei die unterschiedlichen Interessenslagen ein ständiges Tauziehen und Spannungen erzeugen. Projekte sind als Eingriffe in das System daher stets auch im Hinblick auf die Spannungsverträglichkeit zu betrachten.

Das zugrundeliegende Systemverständnis hilft, die Fragestellungen unserer Kunden gesamtheitlich und wirklichkeitsnah anzugehen und erforderliche Projekte gemeinsam entsprechend zu entwickeln. Ergänzt um die lösungsorientierte Methodik sowie unter Betrachtung des dynamischen Nachhaltigkeitsverständnisses können somit für unsere Kunden erfolgreiche, langfristig wirkende Lösungen erarbeitet werden.

Die dargestellte Vorgehensweise bildet daher die Grundlage für alle Wasser Tirol-Projekte und Prozesse.