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Leitfaden für Erwärmesonden übergeben

Tirol hat sich bis zum Jahre 2050 zum Ziel gesetzt, seinen Energiebedarf gegenüber 2005 in etwa zu halbieren und nahezu vollständig aus erneuerbaren Quellen zu decken. Gemäß der Tiroler Energiestrategie sollen im Jahre 2050 rund sieben Prozent des Gesamt-Endenergieeinsatzes aus Umweltwärme – Erdwärme-Wärmepumpen, Grundwasserwärmepumpen und Luftwärmepumpen – gewonnen werden. Derzeit beträgt der Anteil der Umweltwärme am Endenergieeinsatz rund ein Prozent.

„Wollen wir das Ziel der Energieunabhängigkeit bis zum Jahr 2050 erreichen, müssen wir jede Möglichkeit der Energiegewinnung aus heimischen, erneuerbaren Ressourcen bestmöglich nutzen“, so LH-Stv. Josef Geisler. „Auch die Erdwärme muss und wird hier einen wichtigen Beitrag leisten.“

Mehr als 2.000 Erdwärme-Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen gibt es derzeit in Tirol – um fast ein Viertel mehr als noch vor drei Jahren. Doch die Effizienz bestehender Anlagen ist aufgrund von Ausführungsmängeln oft deutlich reduziert. Das hat eine von der Wasser Tirol im Auftrag des Landes durchgeführte Evaluierung bestehender Erdwärmesonden ergeben.

Als Reaktion auf die in der Evaluierung erkannten Mängel wurden in einer multidisziplinär zusammengesetzten Arbeitsgruppe verschiedene Optimierungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt. So wurde im Rahmen von Workshops u.a. der Leitfaden für den Bau und den Betrieb von Erdwärmesonden erstellt. „Er gibt Auskunft über die Verfahren zur Bewilligung, umreißt den optimalen Bauablauf zur Errichtung der Erdwärmesonden und gibt Bauherren wertvolle Tipps zur Eigenüberwachung“, fasst Leo Satzinger von der Landesabteilung Wasser-, Forst- und Energierecht zusammen. Rupert Ebenbichler von der Wasser Tirol empfiehlt, bei der Planung von Erdwärmesonden den im Leitfaden enthaltenen Qualitätsstandard in Abstimmung mit den Baufirmen als verbindlich zu erklären. So könne der Qualitätsstandard zukünftiger Erdwärmesonden beim Bau und im Betrieb gegenüber den derzeit bestehenden Anlagen maßgeblich zum Schutz der Ressource Wasser sowie bezüglich einer höheren Effizienz und somit verbesserten Wirtschaftlichkeit für den Betreiber erhöht werden.

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