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Gelungene Beispiele der Revitalisierungsoffensive

Rupert Ebenbichler, die Kraftwerksbetreiber und Schmiedebetriebsbesitzer Johann Span, Karl Gleirscher und Leo Span mit LHStvin Ingrid Felipe und LHStv Josef Geisler
Besichtigung des Krafthauses am Schlickerbach
LHStv. Josef Geisler, LHStvin. Ingrid Felipe und DI Rupert Ebenbichler vor dem neu errichteten Krafhaus mit der Familie Kofler

Im Rahmen einer Begehung mit Vertretern des Landes Tirol wurden zwei Kraftwerksprojekte besichtigt, welche auf Basis der Ergebnisse der Landes-Beratungsförderung ‚Revitalisierung von Kleinwasserkraftwerken in Tirol‘ Revitalisierungsmaßnahmen im Sinne der Tiroler Energiestrategie umgesetzt haben.

Am Schlickerbach in Telfes im Stubaital werden gerade vier Kraftwerke zu einem zusammengelegt, um die Stromerzeugung zu steigern. Der Schmiedebetrieb Karl Gleirscher und die Firma Span Metallwaren nutzen die Wasserkraft schon seit den 1930er Jahren. Früher wurde das Wasser für den mechanischen Antrieb der Maschinen genutzt – heute zur Stromerzeugung. „Die Wasserkraft ist für den Bestand unserer Betriebe essentiell. Wir haben in der Metallverarbeitung einen sehr hohen Strombedarf. Ohne eigene Stromversorgung wären wir am Weltmarkt wirtschaftlich im Nachteil“, erklärt Betreiber Karl Gleirscher.

Auch LHStv. Josef Geisler ist erfreut über den Erfolg des Revitalisierungsprojektes: „Das Kraftwerksprojekt von Karl Gleirscher ist ein Musterbeispiel dafür, dass die Kleinwasserkraft in Tirol nicht nur Tradition hat, sondern den wirtschaftlichen Erfolg unserer Betriebe sowie Arbeitsplätze in den Tälern Tirols sichert“, so Geisler.

Am Fraderbach wurde anschließend die Anlage von Familie Kofler besichtigt, die vor fünf Jahren die Beratungsförderung in Anspruch genommen hatte. Heute ist die Revitalisierung seiner Anlage abgeschlossen. Im Konkreten wurde die Ausbauwassermenge erhöht und das ehemalige Tiroler Wehr durch einen nahezu wartungsfreien Coanda-Rechen ersetzt. Der Maschinenraum, welcher vorher im bestehenden Sägewerk untergebracht war, wurde in einem neu errichteten Krafthaus untergebracht. Diese Maßnahmen brachten eine Leistungssteigerung von 30 auf 160 kW. Damit bringt Familie Kofler nicht nur den Strom für sein Haus, seine Landwirtschaft und sein Sägewerk auf, sondern speist Überschussstrom zusätzlich in das Netz ein.

Naturschutzlandesrätin LHStvin Ingrid Felipe bekennt sich zur Optimierung von bestehenden Kleinwasserkraftanlagen und gibt zu bemerken, dass auch der Umbau des Mobilitätssystems nach elektrischer Energie verlange. „Mit der letztjährigen Novelle ermöglicht der Naturschutz den Erhalt der Kleinwasserkraft. „Besonderes Augenmerk gilt dabei weiterhin gewässerökologischen Aspekten“, betont LHStvin Felipe.

„Wir wollen bis zum Jahr 2050 bei halbiertem Energiebedarf ohne Öl und Gas auskommen und uns selbst mit erneuerbarer Energie aus heimischer Erzeugung versorgen. Das schaffen wir nur mit Elektrizität“, ergänzt LHStv. Josef Geisler.

Die Wasser Tirol führt die Beratungen der Kleinwasserkraftwerksbetreiber durch. Geschäftsführer Rupert Ebenbichler resümiert: „Grundsätzlich haben alle Kraftwerksbetreiberinnen und -betreiber Interesse, ihr Kraftwerk weiterhin zu betreiben und auch auszubauen. Bei den bisherigen Ergebnissen hat sich gezeigt, dass bei Umsetzung entsprechender Maßnahmen die Energieerzeugung um durchschnittlich 30 Prozent erhöht werden kann.“

Medienberichte

Revitalisierung bringt 30 % mehr Strom (13.04.2016)

Kleine Kraft für Stubaier Wirtschaftsleistung (14.04.2016)

  Mehr Energie aus Kleinwasserkraftwerken (14.04.2016)

Hände weg von kleine Kraftwerken (15.04.2016)

 

 

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