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Wasser Tirol - Wasserdienstleistungs-GmbH, ein guter und verlässlicher Partner in der Ressourcenbewirtschaftung und Qualitätssicherung ...
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Abwärmekataster für Tirol vorgestellt



(V.l.) Stephan Oblasser (Landes-Energiebeauftragter), LHStv Anton Steixner und Hermann Spiegl (Wasser Tirol - SPIEGLtec) präsentieren den Abwärmekataster Tirol
Untersuchungsmodell
Untersuchungsraum
Abwärmedargebot
Grundwasserwärmedargebot

Das Anliegen der Wasser Tirol - Wasserdienstleistungs-GmbH ist der sorgsame Umgang mit mit allen vorhandenen Ressourcen sagt Dr. Ernst Fleischhacker am Rande der Pressekonferenz: "Die Niedertemperaturwärme des Grund- uns Stollenwassers kann beispielsweise zusammen mit der Abwärme aus Industriebetrieben eine Hauptrolle bei der Wärmeversorgung des sonst so belasteten Tiroler Zentralraumes Telfs bis Kufstein spielen".

Die Wasser Tirol wurde im Rahmen des Projektes Energiezukunft Tirol vom Amt der Tiroler Landesregierung beauftragt, einen Abwärmekataster für den Tiroler Zentralraum von Kufstein bis Telfs zu erstellen. Die Erhebungen wurden vom  Ingenieurbüro SPIEGLtec, welches umfangreiche Kenntnisse im Bereich der Wärmeplanung - besonders in diesem Raum besitzt - durchgeführt. Erhoben wurde der Ressourceneinsatz für das Heizen und Kühlen bei den  Tiroler Industriebetrieben. Die Ressource Wasser spielt dabei eine wichtige bis entscheidende Rolle.

In den 20 untersuchten Betrieben zwischen Telfs und Kufstein wurde ein gut nutzbares Abwärmepotenzial von 46 Millionen Kilowattstunden ermittelt. Damit können bis zu 8.000 Einfamilienhäuser mit Heizwärme versorgt und rund 10 Millionen Liter Heizöl sowie bis zu 30.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Für die Nutzung heimischer Abwärme sprechen nicht nur ökologische Gründe. Das Heizen mit Abwärme ist in doppelter Hinsicht ein Beitrag zur Standortsicherung, weil sich für die Betriebe durch die Einspeisung ihrer Abwärme in Wärmenetze erhebliche wirtschaftliche Synergien ergeben können.

Bei den Erhebungen wurde auch der Brenner Basistunnel berücksichtigt. Beim Vortrieb des Stollens wird im Stadtgebiet von Innsbruck 25 Grad warmes Wasser in einem Ausmaß von 100 bis 300 Litern pro Sekunde auftreten. Damit könnten in der Landeshauptstadt bis zu 5.000 Haushalte beheizt werden.

Auch im Grundwasser liegt generell ein bisher wenig beachtetes Potenzial. Dabei ist gerade im Inntal der Grundwasserkörper in der kostengünstig erschließbaren Reichweite von drei bis zehn Metern vorhanden. Grundwasser hat in der Regel eine Temperatur von acht bis zwölf Grad Celsius und kann mittels Wärmepumpe ideal zur CO2- und staubfreien Raumwärmeerzeugung herangezogen werden. 

Tirol hat mittel- bis langfristig die Möglichkeit, den gesamten Energiebedarf zum Heizen und Kühlen sowie zur Warmwasserbereitung aus erneuerbaren Energieträgern zu gewinnen. (Bericht von DI (FH) Andreas Waldner, Wasser Tirol)