Thermalbohrung St. Jakob
Im Jahr 2004 wurde von der Wasser Tirol für das Amt der Tiroler Landesregierung ein Gutachten zur Tiefbohrung in St. Jakob erstellt. Aus diesem Gutachten ging hervor, dass die dortigen Heilquellen bereits seit den 60er Jahren genutzt werden. Auf Basis dieses Gutachtens bestätigte Universitätsprofessor Dr. Mostler ebenso wie der Landesgeologe Dr. Gunther Heissel, dass weitere Bohrungen auf Thermalwasser als durchaus erfolgsversprechend gelten.
Im darauffolgenden Jahr wurde der Auftrag zur Ausführung der Bohrungen der Firma Stoffner erteilt, worauf das Amt der Tiroler Landesregierung (Abteilung Wirtschaft) beschloss, dass zusätzlich noch Bohrprojektanten zur technischen Planung, Vergabe und Kontrolle der Tiefbohrarbeiten zu beauftragen seien. Dieser Auftrag ging dann in Folge an die Wasser Tirol – Wasserdienstleistungs-GmbH. Bei der im Anschluss durchgeführten Thermalbohrung kam es bei ca. 1.880 m zu einem Bohrstillstand. Daraufhin wurde von der Wasser Tirol ein Sanierungsprogramm entwickelt und abgewickelt. Im Jahr 2011 erging der Thermal- und Heilwasserbescheid , laut welchem das Deferegger Wasser eine jodithaltige Natrium-Chlorid-Sole-Therme ist und für verschiedenste Heilanwendungen eingesetzt werden kann.
Die Wasser Tirol – Wasserdienstleistungs-GmbH erstellte im Jahr 2011 das „Regionalentwicklungsprogramm Defereggental“. Ziel dieses Projektes ist es, die seit dem Jahr 2005 andauernde Tiefbohrung der Thermal-und Heilquelle St. Jakob i. D. in ein regionales Entwicklungsprogramm zur gesamthaften und nachhaltigen touristischen Entwicklung auf Basis des Mythos-Leitbildes „Das Erbe der Schnabelmenschen“ (© Christian Stefaner) und der sonstigen Alleinstellungsmerkmale der Region Defereggen einzubinden. Weitere Ziele sind die Stärkung der regionalen Identität und des (sozialen) Zusammenhalts, gemeindeübergreifende Zusammenarbeit in der Region, positive Impulse für den Tourismus, Erhöhung regionaler Wertschöpfung, die Hervorhebung regionstypischer Stärken und Besonderheiten sowie die Vernetzung regionaler Aktivitäten und die Stärkung der Ressource Wasser.







