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Thermalfronten

Die Tiroler Haupttäler verfügen in der Regel über bedeutende, thermisch nutzbare Grundwasservorräte. Die Nutzung der im Grundwasser gespeicherten Energie mittels Grundwasserwärmepumpen stellt eine äußerst effiziente Art der Wärmeversorgung mittels heimischer Ressourcen dar – unabhängig von Energieimporten in das Land. Unter dem Einsatz einer Kilowattstunde Strom können mittels Grundwasserwärmepumpen rund vier Kilowattstunden Wärme gewonnen werden.

Dem aus der Tiefe gewonnenen Grundwasser wird Wärme entzogen und an benachbarter Stelle dem Grundwasserkörper wieder zugeführt. Dabei ist zu beachten, dass sich benachbarte Grundwasserwärmepumpen gegenseitig nicht negativ beeinflussen, dass also eine Wärmepumpe nicht in der "Rückgabezone" mit bereits thermisch genutztem, kalten Wasser betrieben wird.

Die gegenseitige Beeinflussung von Grundwasserwärmepumpen kann mit Hilfe berechneter Thermalfronten weitestgehend ausgeschlossen werden. Die Ausbreitung der bei der Rückgabe des Wassers entstehenden Kältefahnen wird graphisch dargestellt und aufgezeigt, in welchem Bereich die Durchmischung des rückgegebenen Wassers mit dem Grundwasser derart fortgeschritten ist, dass eine erneute thermische Nutzung möglich ist. Somit ist es bereits im Voraus möglich aufzuzeigen, ob es zu Nutzungskonflikten mit bereits bestehenden Grundwassernutzungen kommen kann.

Die Berechnung und Darstellung von Thermalfronten stellt eine wichtige Grundlage bei der Planung und bei Begutachtungen effizienter und nachhaltiger bestehender, sowie geplanter Grundwassernutzungen dar.

Dazu bieten wir folgende Leistungen

  • Berechnung von Thermalfronten
  • Graphische Darstellung von Thermalfronten
  • Aufklärungsgespräche im Vorfeld von Bauvorhaben
  • Datenerhebungen zu benötigten Eingabeparametern
  • Erstellung von behördlich geforderten Einreichunterlagen

Weitere Informationen und Kontakt

Dr. Romed Ruggenthaler

Ressourcenwirtschaft, Hydrologie
T +43 512 209100
M +43 699 1209 1033
romed.ruggenthaler@wassertirol.at